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Rebecca Wetzel

Rebecca Wetzel, 1965 in Uitikon-Waldegg geboren und im Kanton Zürich aufgewachsen, entschied sich mit 15 Jahren für den künstlerischen Weg. Mit 20 wurde sie Assistentin bei Fachfotografen, mit 21 Praktikantin bei einem Holzbildhauer. Es folgte ihre Fach-Ausbildung zur freien Künstlerin. Später vertiefte sie in Weiterbildungen an Höheren Fachschulen ihre Kenntnisse in Aktzeichnen, Siebdruck, Lithographie und Stoffentwurf. In mehrjähriger, intensiver Körper- und Gefühlsarbeit setzte sich Rebecca Wetzel zudem mit sich selbst auseinander: «Ich lernte, zu mir zu stehen, und insbesondere meine Wut zu kanalisieren und zuzulassen – was man ja als Mädchen nicht so gelernt hatte oder durfte.»
Rebecca Wetzel lebt seit vielen Jahren in Luzern bzw. Horw. Seit 2015 nutzt sie die Kunstwerkstatt an der Lorze als Atelier.

Eine unerschöpfliche Lust an der spielerischen Auseinandersetzung und ein nicht abreissender Strom an Ideen prägen das Werk von Rebecca Wetzel, welches sie mit einer breiten Palette an Ausdrucksformen schafft. Im Zentrum ihrer Kunstarbeit steht die Malerei. Sie experimentiert aber auch mit Drucken, zeichnet mit sicherem, lockerem Strich skurrile Figuren und entwirft mit unterschiedlichen Materialien Installationen.
Einen wichtigen Platz in ihrem Schaffen hat die Auseinandersetzung mit dem menschlichen Gesicht – dem eigenen und jenem von Mitmenschen. Die Künstlerin ist fasziniert und berührt von der intimen Begegnung mit dem Gegenüber, die sich beim Porträtieren ergibt, den Momenten der Offenheit, der Ehrlichkeit – dem non-verbalen Austausch, der Grenzen auslotet und respektiert. Mit gleicher Energie erforscht sie über viele Jahre in Selbstporträts ihr Ich, das sie als sich stets verändernd erfährt.
Ebenso wichtig wie die Porträts sind Rebecca Wetzel aber auch abstrakte Werke. Ausgangspunkt ist ihre Neugier, wie sich unterschiedliche Materialien und Farben künstlerisch «formen» lassen. Statt eine konkrete Vorstellung, ein definiertes Projekt umzusetzen, lässt Rebecca Wetzel sich in ihren abstrakten Werken auf einen ergebnisoffenen Prozess ein, der aus ihrem Innersten stets neue Gedanken und Übergänge zu Tage fördert.


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