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R.M.


R.M., geboren 1960 im Kanton Zug, setzt sich neugierig-wach und eigenwillig mit der Welt auseinander: als Student der Ethnologie und dann an der damaligen Kunstgewerbeschule in Zürich, als Ausgrabungszeichner auf einer neolithischen Fundstelle oder als Ausgräber in der Römerstadt Augusta Raurica (Kaiseraugst) – und immer zeichnend und malend, seit 2010 mit eigenem Atelier.
In seinen Bildern nutzt R.M. die schillernde Flut an kollektiven Bilderinnerungen und allgemein akzeptierten Wertungen. Er spielt mit der Marke «Roger Federer» ebenso wie mit den ikonischen Bildern von John F. Kennedy im Fonds des Präsidentenwagens in Dallas oder der Exzentriker Frank Zappa bzw. Salvador Dalí mit gezwirbeltem Schnauz; er präsentiert im aktuellen gesellschaftlichen Diskurs emotional aufgeladene Begriffe, bezieht sich auf Figuren aus der griechischen Mythologie oder Bilder aus der abendländischen Kunstgeschichte usw.
Mit diesen anspielungsreichen Referenzen, mit Gesehenem und Fantasiertem, gestaltet R.M. traumartige Parallelwelten und Spielfelder, in denen das vermeintlich Bekannte in neue Zusammenhänge gerät und fraglich wird. Manchmal grotesk, manchmal unheimlich und oft mit einem eigenwilligen Humor erprobt R.M. seine gedanklichen Auseinandersetzungen zum Beispiel mit Grenzen und Einschränkungen, mit Konventionen und Beengung, mit Vorstellungen von Zeit oder der Wahrnehmung des Selbst.
R.M. hat sich eine eigenwillige und eigenständige, immer wieder überraschende und manchmal provokative Bildsprache erarbeitet, die Präzision mit Offenheit verbindet und weite Welten und Assoziationsräume öffnet.
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